Foto: Jens Tröndle

"bella"


Mittwoch, 12. Juni 2013

Laut trällert ein kleiner Blondschopf zu der fröhlichen Melodie eines deutschen Kinderliedes.Neben dem Mädchen wippt ein Junge mit kaffeebraunem Teint summend im Takt, blickt mitseinen dunklen Kulleraugen zu Musikpädagogin Elena Marx, die inmitten der Kinderschar hockt und singt. Mit diesem Singkreis startet der Tag in der Kita am Kleistpark in Berlin-Schöneberg, die mit der benachbarten Musikschule zusammenarbeitet. In der morgendlichen Runde sind abernicht nur Kinder, sondern auch Eltern und Babys.

Sie trällern deutsche Klassiker wie den deutschen Kanon "Es tönen die Lieder" genauso wie afrikanische, türkische, russische oder auch koreanische Stücke, die Elena Marx heraussucht. Die 40-Jährige singt die neuen Lieder einfach vor, die Kinder singen sie lautmalerisch nach: Da wird in die Hände geklatscht, mit den Schultern gezuckt, oder die Arme werden hoch in die Luft gewirbelt. Oft sind dabei mehr als 30 Nationen vereint. 130 Kinder besuchen die Kita zurzeit. "Es ist ihnen egal, ob sie in einer fremden oder ihrer eigenen Sprache singen. Sie fragen nicht, was der Text bedeutet. Sie singen einfach", erzählt Elena Marx begeistert.

Wie sehr Musik Brücken schlagen kann, hat sich schon 2006 gezeigt: " Damals waren Kinder überwiegend türkischer und arabischer Herkunft", erinnert sich Kita-Leiterin Silvana Schmidt. "Sowohl ihre Eltern als auch die Kleinen hatten kaum Berührung mit deutschen Familien." Doch über das gemeinsame Musikmachen gab es endlich einen Anknüpfungspunkt. "Denn das Singen orintiert sich nicht an einer bestimmten Kultur. Es geht nur darum, dass alle mitmachen können, die Lieder leicht und eingängig sind."

Die Idee hat sich längst herumgesprochen. Immer mehr Familien verschiedener Herkunft melden ihre Kinder in der Kita an. Mittlerweile sind sogar vier CDs  von "Wir Kinder vom Kleistpark" veröffentlicht worden. Elena Marx: "Wenn man etwas gemeinsam tut, dann ist jeder Teil einer Gemeinschaft."

 

Der Tagesspiegel  Der Kinderspiegel
Was zum Hören
Samstag, 18. September 2010

Die Kinder vom Kleistpark sind Kinder aus Schöneberg, die zusammen mit erwachsenen Musikern richtig tolle Musik machen. „Wir Kinder vom Kleistpark sind drei“ ist ihre dritte CD. Zu den Liedern aus vielen Ländern der Erde will man sofort tanzen, manche kennt ihr vielleicht, andere werdet ihr bestimmt so oft hören, bis ihr sie kennt (15,90 €).
Heute und morgen jeweils um 17 Uhr geben die Kinder vom Kleistpark ein Konzert im Laluz, Osramhöfe, Oudenarder Straße 16-20, Wedding (Eintritt 6 €/9 €).
 

 

 

Berliner Morgenpost  Seite 11

DIE KINDER VOM KLEISTPAK
Sie wollten nur singen - und sind jetzt ein Hit
Freitag, 17. April 2009  - Von Sören Kittel

Elena Marx traut ihren Augen kaum. Das Konzert beginnt erst in einer Stunde, und sie wollte nur etwas früher zum Veranstaltungsort kommen, um noch einige letzte Dinge vorzubereiten. Im Kulturzentrum "Weiße Rose" am Schöneberger Wartburgplatz finden sonst Bandwettbewerbe statt oder Treffen von Selbsthilfegruppen.

An diesem Januarnachmittag sollten 25 Kinder aus der Kita am Kleistpark auftreten, mit denen die Musikpädagogin Elena Marx Lieder eingeübt hat. Es sind Klassiker wie "Ringel Rangel Rosen" und "Der Käfersmann", aber auch das afrikanische Guten-Morgen-Lied "Salibonani". Doch vor der Halle, die 250 Menschen Platz bietet, halten mehrere Menschen handgemalte Schilder hoch, auf denen steht: "Suche Karte". →mehr...

Berliner Zeitung   Dritte Seite
www.berlinonline.de


Kekse-Reggae in den Charts
Dienstag, 31. März 2009 - Von Ina Brzoska

Die Kinder der Schöneberger Kita am Kleistpark beschäftigen sich jeden Tag mit Musik. Ihre CDs mit Multikulti-Kindermusik sind mittlerweile ein Verkaufsschlager.

BERLIN. Esosa stülpt die Kopfhörer über ihre Rastazöpfe und zieht das Mikrofon herunter. Ihre bunten Strumpfhosenbeine zappeln, die Hände kneten nervös das Mikrofon-Kabel. "Du bist dran", hört Esosa über Kopfhörer. Sie guckt auf die Schalldämmung im Aufnahmeraum und legt los. Zwei Strophen hintereinander, ihre raue Stimme singt flüssig in der Inuit-Sprache.

 Das Inuitlied, das die sechsjährige Esosa an diesem Vormittag aufnimmt, ist gedacht für die neue CD der Kita am Kleistpark.  →
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Himbeer - Berliner Stadtmagazin für Leute mit Kindern
Ausgabe Dezember 2008/ Januar 2009

            

Hingehört:

 Wir Kinder vom Kleistpark machen Musik. Achtung! Der Kekse-Reggae führt zu spontanen Tanzeinlagen. Mit Kindern beim Thema Musik-Auswahl einen Konsens zu finden, wird einem nicht leicht gemacht. Doch jetzt ist die zweite CD von "Wir Kinder vom Kleitspark" erschienen und wir atmen auf. Anspruchsvoll instrumentiert, von Kindern aus aller Herren Länder eingesungen und wirklich abwechslungsreich. Ein Ohrenschmaus für Groß und Klein. Hier trifft klassisches Kinderliedgut auf Weltmusik. Dit is Berlin!?



 

Der Tagesspiegel  Der Kinderspiegel
Wer hat die Kekse aus der Dose geklaut?
Samstag, 31. Januar 2009 - Von Susanne Nieder

Vielleicht kennt ihr das Frage-und-Antwortspiel mit den Keksen und der Dose aus der musikalischen Früherziehung. Was euch aber überraschen wird, ist der Reggae, den die Musiker vom Kleistpark daraus gemacht haben. Der ist cool und zum Mitsingen und -tanzen geeignet. Das trifft für fast alle Lieder auf der CD "Wir Kinder vom Kleistpark machen Musik" zu. 
Da gibt es deutsche Kinderlieder wie "Ringel Rangel Rosen", die plötzlich ganz anders klingen als sonst. Oder afrikanische Lieder mit Trommeln, Klezmermusik und eine Rumba, die sich altmodisch, schräg und witzig anhören. Für die CD haben sich 25 Kinder aus der Kita am Kleistpark in Schöneberg, ein Konzertchor, 27 Musiker und das Damenorchester Salome zusammengetan.
 Es ist bereits die zweite CD der Kinder vom Kleistpark, weil schon die erste so schön war.
 Oder wisst ihr nicht, was Reggae, Klezmer und Rumba heißt? 
Dann geht heute zum Konzert:
Weisse Rose, Martin-Luther-Straße 77 (Schöneberg), 16 Uhr, Einlass: 15 Uhr. 
Die CD kostet 14,90 €. Es gibt sie in vielen Berliner Buchhandlungen, sie kann aber auch bestellt werden unter www.fünfton.com



Kinder Zeit online 21.01.2009 

"In der Schule oder im Kindergarten singen, das machen die meisten. Die Kinder der Tagesstätte am Kleistpark in Berlin aber haben musiziert und daraus CDs gemacht. Ihre zweite Platte heißt Wir Kinder vom Kleistpark machen Musik.
 Die 25 Kinder sind zwischen drei und zehn Jahre alt und kommen aus verschiedenen Ländern. Deshalb klingen die Lieder sehr unterschiedlich und sind in mehreren Sprachen gesungen. Zwischendurch erzählen die Kinder ein wenig, zum Beispiel wie man in Thailand »Hallo« sagt. An diesem Samstag (31. Januar) kann man sich die Gruppe auch ansehen. Sie geben ein Konzert in Berlin..."



 

die tageszeitung  Aus: Das Sommerlesezeichen
Selbst produzierte Kita-CD ganz groß
Mitwoch,16. Juli 2008  -  Von Sarah Wildeisen

Mit dem ersten Klavierstück „Von fremden Ländern und Menschen“ der „Kinderszenen“ von Robert Schumann beginnt diese erstaunliche Kinder-Musik-CD.


Sie ist aus einer Zusammenarbeit der Kita am Kleistpark in Berlin und der Musikpädagogin Elena Marx entstanden.
 Gemeinsam studierte Marx mit Kindern unterschiedlicher nationaler Herkunft und im Alter zwischen 2 und 5 Jahren internationale Musikstücke ein.
 Die CD war zunächst als Weihnachtsgeschenk für die Eltern gedacht, stieß aber auf so viel Resonanz, dass sie nun auch im freien Handerl erhältlich ist. Zum Glück!
Denn zum einen sind die Lieder gut und anspruchsvoll instrumentiert, zum anderen versprühen die singenden Kinder einen solchen Charme und eine solche Lebensfreude, dass man entweder gebannt zuhört oder mittanzt.

Mit anderen Worten: 
Eltern und Kinder verfallen dieser Musik gleichermaßen.
 Ob französchische Volkslieder, ein liberianisches Begrüßungslied oder eines der neuseeländichen Maori, allen macht es Spaß, zuzuhören, mitzusingen oder mitzutanzen. Abwechslungsreich sind die Stilrichtungen: Jazz, Rap, Klezmer oder Volkslied, auch nach dem zehnten Durchlauf nervt nichts. Die Kinder, die sich zwischen den Liedern in ihrer Muttersprache und auf Deutsch vorstellen, schließt man als Erwachsener sofort ins Herz, Kinder fühlen sich von ihnen direkt angesprochen.


Die musikbetonte Kita betreut Kinder aus 16 verschiedenen Ländern und teilweise schdwierigen Elternhäusern und arbeitet eng mit der Leo-Kestenberg-Musikschule zusammen. Auf der CD hört man das Resultat aus guter pädagogischer Arbeit und musikalischem Spürsinn. Der Starfotograf Jim Rakete hat das Coverfoto gemacht, Jens Tröndle die CD produziert. Für eine multikulturelle Kinderkultur auch in monokulturellen Haushalten! „Meine Gedanken für dich, meine Worte für dich, mein Herz für dich, Friede sei mit dir.“

 

 

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Wir Kinder vom Kleistpark e.V. | musik@wirkindervomkleistpark.de